Mit seiner konstituierenden Sitzung hat der Aufsichtsrat des Center for the Transformation of Chemistry (CTC) heute seine Arbeit aufgenommen. Das Gremium tagte an der Hochschule Merseburg – einem der künftigen Standorte des CTC – und markierte damit einen wichtigen Schritt im Aufbau des Großforschungszentrums.
Zentrales Gremium für Strategie und Steuerung
Der Aufsichtsrat ist das zentrale Aufsichts- und Steuerungsgremium der CTC gGmbH. Er begleitet die strategische Entwicklung des Forschungszentrums, berät und überwacht die Geschäftsführung und befasst sich mit allen wichtigen forschungspolitischen, personellen, baulichen und finanziellen Angelegenheiten der Gesellschaft. Deshalb versammelt er Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen, um eine möglichst große Vielfalt an Perspektiven und einen breiten Erfahrungsschatz in die Arbeit des CTC einzubringen. Damit schafft er die Grundlage für eine langfristig stabile und verlässliche Weiterentwicklung des CTC.
Den Vorsitz übernimmt Prof. Dr. Veronika von Messling, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt: „Mit der konstituierenden Sitzung setzen wir einen wichtigen Rahmen für den weiteren Aufbau des CTC. Der Aufsichtsrat bringt die Perspektiven von Bund, Ländern, Wissenschaft und Industrie zusammen und schafft damit die Voraussetzungen für eine zielgerichtete und nachhaltige Entwicklung des Forschungszentrums.“
Wissenschaftlicher Auftrag und regionale Verankerung
Das CTC verfolgt das Ziel, die chemische Industrie grundlegend in Richtung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zu transformieren. Gleichzeitig wirkt es als wichtiger Impulsgeber für den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier und wird die Entwicklung der traditionsreichen Chemieregion nachhaltig prägen.
Der Freistaat Sachsen entsendet mit Wissenschaftsstaatssekretärin Prof. Dr. Heike Graßmann und Finanzstaatssekretär Sebastian Hecht zwei Repräsentanten in das Gremium. Professorin Graßmann: „Das CTC ist ein Forschungszentrum, das die gesamte mitteldeutsche Region prägen wird, sowohl in ihrer wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit als auch in der wirtschaftlichen Entwicklung. Das ist Strukturwandel im besten Sinne. Der Aufsichtsrat sorgt dafür, dass sich das Zentrum strategisch und mit hoher Qualität weiterentwickelt.“
Vertreter aus Sachsen-Anhalt sind Thomas Wünsch, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt sowie Finanzstaatssekretär Rüdiger Malter. Thomas Wünsch: „Die erste Sitzung des Aufsichtsrats in Merseburg unterstreicht die Bedeutung des Standorts für das CTC. Hier verbinden sich wissenschaftliche Exzellenz, Ausbildung und industrielles Erbe zu einem starken Zukunftsprofil für die Region und weit darüber hinaus.“
Prof. Dr. Dr. h.c. Peter H. Seeberger, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des CTC: „Mit dem Aufsichtsrat gewinnen wir ein hochkarätig besetztes Gremium, das unsere wissenschaftliche Mission strategisch begleitet. Wir wollen mit dem CTC neue Wege in der Chemie gehen – mit exzellenter Forschung und einem klaren Fokus auf Anwendung und Wirkung.“
Christian Harringa, Administrativer Geschäftsführer des CTC, ergänzt: „Die Konstituierung des Aufsichtsrats ist ein wesentlicher Schritt für den institutionellen Aufbau des CTC und schafft damit verlässliche Entscheidungsstrukturen.“
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Anhang Mitglieder des Aufsichtsrats der CTC gGmbH
Das Center for the Transformation of Chemistry (CTC)
Chemie neu denken – Das Center for the Transformation of Chemistry (CTC) ist das erste Großforschungszentrum in Deutschland, das sich der Kreislaufwirtschaft in der Chemie widmet. Seine Mission ist es, die Transformation der chemischen Industrie voranzutreiben – für eine nachhaltigere Zukunft. Das CTC wurde 2025 als gemeinnützige GmbH gegründet und soll bis 2038 auf bis zu 1.000 Mitarbeitende wachsen. Gemeinsam wird das Team an zwei visionären Moonshots für die Chemie arbeiten: dem vollständig recycelbaren Auto und dem autonomen Labor. Mit dauerhaften Standorten in Delitzsch (Sachsen) und Merseburg (Sachsen-Anhalt) wird das CTC den Strukturwandel in Mitteldeutschland voranbringen. Das CTC wird finanziert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, dem Freistaat Sachsen sowie dem Land Sachsen-Anhalt.

Bildunterschrift: Zehn von insgesamt 12 CTC-Aufsichtsratsmitgliedern waren vor Ort zur konstituierenden Sitzung an der Hochschule Merseburg. V.l.n.r. Kai Emanuel, Sebastian Hecht, Rüdiger Malter, Prof. Dr. Veronika von Messling, Prof. Dr. Heike Graßmann, Dr. Philipp Hanske, Thomas Wünsch, Christian Harringa, Birgit Müller, Hartmut Handschak, Prof. Dr. Magnus Rueping, Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Seeberger © Vincent Grätsch

