Der Aufbau des CTC als neues Großforschungszentrum in Mitteldeutschland ist 2023 gestartet – zunächst als Projekt unter dem Dach des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung. Ab 2026 ist das CTC eine eigenständige Forschungseinrichtung.
Dafür haben die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Sachsen und das Land Sachsen-Anhalt eine eigenständige Organisation gegründet: die CTC gGmbH. Die gemeinnützige Gesellschaft mit dem Zweck, die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Chemie zu fördern, wurde am 3. November 2025 ins Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig eingetragen. Zum Januar 2026 wird das auf knapp 70 Personen angewachsene Aufbauteam an die CTC gGmbH wechseln. In Sachsen wurde mit dem Deutschen Zentrum für Astrophysik in Göritz ein weiteres Großforschungszentrum neu gegründet.
Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Dorothee Bär:
„Die Gründung der beiden neuen Forschungszentren stärkt den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig. Gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen und dem Land Sachsen-Anhalt werden wir in der Chemie und der Astrophysik international neue Maßstäbe setzen.
Im Mitteldeutschen Revier werden am Center for the Transformation of Chemistry grundlegende Ansätze der Chemie neu gedacht, um nachwachsende Rohstoffe und Recycling in der chemischen und pharmazeutischen Industrie zu etablieren. Dabei bündelt das Forschungszentrum bahnbrechende Grundlagenforschung, anwendungsnahe Forschung und die Zusammenarbeit mit der Industrie. Hierdurch leistet es auch einen wichtigen Beitrag für die Ziele der Hightech Agenda Deutschland.“
CTC-Gründungsdirektor Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Seeberger erklärt:
„Mit dem CTC wollen wir die Generationenaufgabe der Transformation der Chemie hin zu einer Kreislaufwirtschaft angehen. Das wird uns nur gelingen, wenn wir exzellente Grundlagenforschung und den Transfer in die Anwendung zusammendenken. Als eigenständige Forschungsinstitution können wir diesen Ansatz strukturell verankern. Der Eintrag ins Handelsregister ist ein wichtiger Schritt für den weiteren Aufbau des CTC.“
Zur Gründung des CTC erklärt der Wissenschaftsminister des Freistaates Sachsen Sebastian Gemkow:
„Mit dem Eintrag ins Handelsregister ist die Eigenständigkeit für das erfolgreiche weitere Wachstum des CTC auf der einen Seite und die Verantwortung für ihr Personal, ihre Unterbringung und die Forschungsarbeit auf der anderen Seite verbunden. Das Großforschungszentrum mit Sitz in Delitzsch wird zur exzellenten Forschungseinrichtung mit weltweiter Sichtbarkeit und gleichzeitig zum Innovations- und Wirtschaftstreiber der Strukturwandelregionen Mitteldeutschland entwickelt. Dabei werden wir das Team des CTC weiter nach Kräften begleiten und unterstützen.“
Der Wissenschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Armin Willingmann sagte zur Gründung des CTC:
„Fortschritt braucht Forschung. Mit dem CTC stellen wir die Weichen für mehr Nachhaltigkeit und damit für die Zukunftsfähigkeit unserer Chemieindustrie. Der neue Leuchtturm für Spitzenforschung und Technologietransfer in Mitteldeutschland ist ein absoluter Glücksfall für Wissenschaft und Wirtschaft in Sachsen-Anhalt.“
© Photo Bär: Bundesregierung – Steffen Kugler, Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-en/federal-cabinet/2343470-2343470
© Photo Seeberger: CTC – Sebastian Rost
© Photo Gemkow: SMWK – Ben Gierig, Quelle: https://www.smwk.sachsen.de/hausleitung.html
© Photo Willingmann: MWU – Harald Krieg, Quelle: https://mwu.sachsen-anhalt.de/ministerium/presse/bildmaterial





